Mugai Ryu Iaido

Authentische Kampfkunst der Samurai mit dem Katana

Mugai Ryu Iaido Kenjutsu

Mugai Ryu ist eine alte, authentische Kampfkunst der Samurai. Sie wurde 1693 gegründet und seitdem von Generation zu Generation weiter gegeben. Die tiefe Verbundenheit zum Zen und schnörkellose Schönheit dieses Stils, schaffen die charakteristische Ruhe und eine scharfe Aufmerksamkeit.

Die Schulen unter Mugai Ryu Europe unterrichten Mugai Ryu Meisha Ha unter Niina Toyoaki Gyokusou Soke.
Der Mugai Ryu Europe Verband ist der offizielle Vertreter für ganz Europa.

Mugai Ryu Iaido Training besteht hauptsächlich aus Kata, Kumitachi und Tameshigiri. Das Training findet in meditativer, respektvoller und ruhiger Atmosphäre statt.

Mugai Ryu ist Zen in Bewegung. Mugai Ryu Iaido ist “schneidendes Iai”. Alle Techniken müssen in der Anwendung sowohl schneiden können, als auch im Kampf effektiv sein.

Niina Toyoaki - Mugai Ryu Meishi Ha Soke

Im Mugai Ryu steht neben dem körperlichen Training auch die geistige Entwicklung im Vordergrund. Mugai Ryu hat sich aus dem Zen entwickelt und trägt den Geist des Samurai – den Bushido weiter.
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Iaido

Mehr als nur das Schwert ziehen

Iai kann mit “geistiger Präsenz” und “sofortiger Reaktion” übersetzt werden. Do ist “der Weg”. Zusammengefasst kann es wörtlich als „Der Weg der vollen Konzentration und sofortigen Reaktion“ bezeichnet werden.

Iaido

Da es eine Bezeichnung mit Bezug auf die Schwertkampfkunst ist, kann eine sinngemäße und übliche Übersetzung „Der Weg des Schwertziehens“ sein. Die Techniken basieren grundsätzlich darauf, dass beim Schwertziehen der erste Schnitt ausgeführt wird und somit schon den Ausgang des Kampfes bestimmen.

Die wahre Kunst des Iai ist jedoch die totale Aufmerksamkeit und Bewusstheit des Seins und der Situation. Das Iai selbst bestimmt den Kampf, sei es durch Reaktion auf die Umstände, oder sogar durch die totale Vermeidung aller aggressiven Einflüsse. So kommt der Iaido Meister erst gar nicht in die Situation eines Kampfes. Innerhalb eines Kampfes bestimmt er diesen, er beeinflusst Distanz, Stellung und Umgebung zu seinen Gunsten. Iaido gehört zu den Budo-Disziplinen der alten Kriegerkaste Japans, der Samurai. Synonyme zum „Iai-do“ sind „batto“ und „iai-nuki“.

Die älteste Bezeichnung für Iaido ist „Battojutsu“ und bedeutet „Die Kunst des Schwertziehens“. Sie wurde durch den Samurai Hayashizaki Jinsuke Shigenobu (15491621) bekannt. Einer seiner Schüler wurde in einer Zeit, in der viele Schwertkampfschulen existierten, zum Lehrer der Tokugawa-Shogune. Eine weitere wichtige Persönlichkeit für das Iaido ist Hasegawa Mondonosuke Eishin, der als erster sein Katana mit der Schneide nach oben im Obi trug, was später für fast alle Stile des Iaido charakteristisch wurde.

Bei entsprechender Ausübung kann ein erster Schnitt im Zweikampf tödliche Folgen haben. Dies führte zur übereinstimmenden Meinung der Samurai, dass die mentale Stärke des Samurai kampfentscheidend ist. Daraufhin entwickelte sich aus dem Battojutsu vorerst das Iaijutsu. Hierbei bedeutet „iru“ (kurz nur „i“) „anwesend sein, geistig wie auch körperlich“. „Ai“ bezeichnet „übereinstimmend“ bzw. „passend“.

Ab 1960 nahmen viele Kampfkünste das „do“ in ihre Benennung auf, um die geistige Seite des Übens gegenüber der reinen Technik aufzuwerten. Dies führte zur heutigen Bezeichnung „Iaido“.

Im Mugai Ryu wird sofort zu Anfang des Trainings mit dem Iaito (ungeschliffenes Metallschwert) trainiert, ab erreichen der Dan Grade, können Shin Ken (echte scharfe Schwerter) benutzt werden. Das Kenjutsu wird mit dem Bokuto trainiert. Die spezielle Trainingskleidung (Keikogi und Hakama) wird bis auf dem Obi erst benötigt, wenn der Schüler die erste Prüfung (3. Kyu) absolvieren will.

Mugai Ryu

Mugai Ryu Iaido ist Zen in Bewegung. Im Kata-Training wird zwar ein Kampf mit einem imaginären Gegner simuliert, dieser muss aber nicht eine andere Person sein. Vielmehr kann sich der Iaidoka beim Training selbst spiegeln, um seine eigenen Fähigkeiten zu verbessern oder gar zu meistern. Ziel des Iaido ist es die Einheit von Körper, Schwert und Geist zu entwickeln (Ki-Ken-Tai-Ichi). Der überwiegenden Ansicht nach ist die Meisterschaft erreicht, wenn eine Situation beherrscht wird ohne das Schwert zu ziehen.

Ziele des Iaido für den Alltag sind:

  • Entwicklung einer starken Persönlichkeit
  • Schärfen der Aufmerksamkeit und der Reaktion
  • Gesunde Körperhaltung
  • Einheit von Körper und Geist (meditatives Training)
  • Nicht zu kämpfen (körperlich, wie geistig)
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Tameshigiri

Der Schnitttest mit dem echten Katana

Tameshigiri ist der Schnitt-Test. Im japanischen Mittelalter wurde erprobten die Samurai neue Schwerter den Körpern von Exekutierten oder noch lebenden zum Tode verurteilten Verbrechern oder Feinden. Die heutige Bedeutung des Tameshigiri als Training kann mit dem Bruchtest im waffenlosen Kampf verglichen werden.

Hierfür werden speziell gewickelte Matten aus Igusa-Gras, so genannte Tatami Omote, oder Bambusstämme benutzt. Die Tatami Omote werden mehrere Stunden vor dem Schnitt im Wasser quellen gelassen, um einen menschlichen Körper besser zu imitieren und nicht zuletzt um das Katana zu schützen. Die Tatami Omote werden für den Schnitttest vertikal auf einem Ständer aufgespießt.

Bei einem Tameshigiri-Training werden verschiedene Schnitte, entweder einzeln oder in einer Abfolge, durchgeführt, um die Praktikabilität der erlernten Techniken durch das Kata-Training zu erproben und das eigene Können zu verfeinern. Die jeweiligen Schnitte sind meist die Grundschnitte. Bei den Schnittabfolgen kann es sich um erlernte Katas handeln.

Für die richtige Ausübung der Schnitte ist der Winkel der Klinge exakt mit dem Winkel des Schnittes in Übereinstimmung zu bringen, da anderenfalls das Schwert verkantet wird, und der saubere Schnitt vereitelt wird und dies sogar zum Bruch der Klinge führen kann.

Ein wichtiger Lerneffekt durch das Tameshigiri ist es, zu verstehen, dass für einen Schnitt mit dem Katana keine große Kraftanstrengung, sondern vielmehr eine ausgereifte Technik und Geschwindigkeit notwendig ist.

Da das Tameshigiri eine Gefahr für die Trainierenden und auch für das Katana selbst bedeuten kann, sind bei jedem Tameshigiri Aufmerksamkeit, ein erfahrener Lehrer und besondere Verhaltensweisen erforderlich.
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